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WALTHER Spritz- und Lackersysteme GmbH

Kärntner Str. 18-30
D-42327 Wuppertal

+49 202 / 787-0
202 / 787 - 2217

A member of WAGNER GROUP

* = Pflichtfeld

Experten für den Materialauftrag seit 1923

Als nach dem ersten Weltkrieg mit Einsetzen der Massenproduktion in der Automobilindustrie und der Erfindung feinerer, schnelltrocknender Lacke das manuelle Anstreichen von Fahrzeugkarosserien unwirtschaftlich wird, setzt sich die erstmals in Amerika entwickelte Farbspritztechnik durch.

In seiner Funktion als Generalvertreter der Leipziger Tangierwerke kommt der Wuppertaler Richard Curt Walther mit der neuen Technologie in Berührung, bevor sie breite Bekanntheit in Deutschland erlangt. Er erkennt das Potenzial der Spritztechnik und gründet 1923 in Vohwinkel die „Spritzapparate und Maschinenbauanstalt”.

Es werden hochwertige Spritz-Werkzeuge entwickelt und vertrieben. Zu den ersten Verkaufsschlagern zählen Klein-Farbspritz-Anlagen, bestehend aus Kompressor, Becherpistole und einem praktischen Tragekoffer. So werden die Entwicklungen der Firma unter dem Namen WALTHER PILOT schnell zu einer festen Größe in der Weimarer Republik.

Portraitbild von Richard Curt Walther
1923 Richard Curd Walther gründet die "Spritzapparate und Maschinenbauanstalt"

Insbesondere die vielseitige Anwendbarkeit der WALTHER Produkte trägt zum großen Erfolg des Unternehmens bei. Denn überall wo lackiert wird, lernt man die neuartige Technologie schätzen: angefangen von der Automobilindustrie über den Heizungsbau bis hin zum Lackieren und Beschichten von Glas und Schuhen. Die Spritztechnik eignet sich jedoch nicht nur für den Farbauftrag. Auch in der Landwirtschaft wird sie zum Beispiel zum Vernebeln von Schädlingsbekämpfungs-Mitteln eingesetzt.

Schnell werden auch Lösungen für die nun auftretenden Probleme beim Einsatz der Spritztechnik entwickelt. Für die Verarbeitung größerer Materialmengen werden beispielsweise tragbare Druckbehälter produziert.


Auch erkennt man die gesundheits- und umweltschädigende Wirkung der Spritznebel und entwickelt entsprechende Absauganlagen.

Nach dem zweiten Weltkrieg profitiert auch WALTHER zunächst vom Boom der Wirtschaftswunderjahre. 1961 wird am Standort Neunkirchen-Struthütten im Siegerland ein neues Produktionswerk errichtet. Mitte der 60er Jahre beschäftigt Walther rund 350 Mitarbeiter. Man steigt in den Behälterbau für die Materialförderung ein und entwickelt sich schnell zum Marktführer im Bereich Druckbehälter.

In den folgenden Jahren führen unzeitgemäße Unternehmensführung, fehlgeleitete Projektierungen und eine schlechte Außendarstellung des Unternehmens zum wirtschaftlichen Niedergang. Dank eines Management-Buy-Outs 1987 bleibt die Marke WALTHER PILOT und die Produktion mit 75 Mitarbeitern erhalten.

Produktion von tragbaren Druckbehältern für größere Materialmengen.

Das Traditionsunternehmen wird von Mitarbeitern und Geschäftspartner übernommen. Es erfolgt eine Weiterentwicklung zum Systemanbieter für Spritz- und Lackiertechnik sowie eine Erweiterung des Produktportfolios auf verwandte Geschäftsbereiche wie Klebstoff- und berührungslose Signiertechniken. 2002 erwarb die J. Wagner GmbH das Unternehmen. Durch ein breit gefächertes Produktsortiment für eine Vielzahl von Branchen, eine flexible Fertigung und die Spezialisierung auf Nischenprodukte das Erfolgskonzept der Marke weiterführt.

Heute beschäftigt WALTHER PILOT rund 140 Mitarbeiter an den Standorten Wuppertal und Neunkirchen-Struthütten. Noch heute befinden sich Verwaltung und Pistolenfertigung in Wuppertal an der Stelle, wo 1923 alles seinen Anfang nahm.